weberbrunner architekten

Ersatzneubauten Roswiesen-/Winterthurerstrasse, Zürich

Projektstand: Studienauftrag

  • Auftraggeberin:  BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
  • Status:  Studienauftrag

Objektidentität und Objektvision:

Die Überbauung an der Roswiesenstrasse in Zürich Schwammendingen soll eine hohe Gebrauchstauglichkeit aufweisen und eine langfristige, verantwortungsbewusste Investition in Immobilien ermöglichen. Die BVK bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Neben einer hochwertigen städtebaulichen und architektonischen Qualität werden daher insbesondere folgende Ziele verfolgt:

  • CO2 reduzierte Betriebs- und Bauweise (Bekämpfung der Ursache des Klimawandels)
  • Berücksichtigung des sich verändernden Stadtklimas (Reaktion auf Auswirkung des Klimawandels)

Wir schlagen vor, die Entwurfs- und Gestaltungsentscheide so zu fällen, dass die oben genannten Ziele unter Berücksichtigung des heutigen Kenntnisstandes und der auf dem Markt verfügbaren Materialien und Produkte bestmöglich erfüllt werden können.

Städtebau:

Das Areal wird von drei unterschiedlichen Raumstrukturen gesäumt: Grünzug im Nordosten, Urbane Winterthurerstrasse im Südosten und durchgrünte, klein parzellierte Gebäudestrukturen im Westen. Auf diese drei unterschiedlichen Nachbarschaften versucht der Bebauungsvorschlag unterschiedlich zu reagieren durch verschiedene Gebäudetypologien und Gebäudestellungen. Die Hauptausrichtungen der Häuser berücksichtigen Lärmrichtungen, Kaltluftströme und Besonnungsdauer der Fassaden.

Die deutliche räumliche und soziale Verdichtung der Gartenstadt beeinflusst besonders auch den Freiraum. Dieser wandelt sich von einem beschaulichen «Abstandsgrün» zu einem intensiv genutzten Freiraum mit urbanerem Charakter mit einem lebendigeren Alltagsgeschehen. Auch bei hoher räumlicher Dichte wird die Siedlung als offene Struktur vorgeschlagen, welche sich mit den unterschiedlichen Nachbarschaften räumlich verschränken kann. Verschiedene Durchwegungsmöglichkeiten vernetzen die Anlage mit dem Quartier.

Stadtklima:
Die Hitzetage im Sommer nehmen stetig zu. Insbesondere entlang der Winterturerstrasse ist auf eine möglichst gute Nachtauskühlung zu achten. Die Gebäudezeile entlang der Winterthurerstrasse als Leichtbau minimiert die Wärmespeicherung und dadurch die stetige Aufheizung des Strassenraums während den Sommermonaten. Die geringe Masse kann sich dadurch während der Nacht leicht wieder abkühlen. Helle Farben für Bauten und Oberflächen vermindern zusätzlich den Hitzeeintrag. Möglichst grosse Baumbepflanzungen vor der Fassade sorgen für kühlenden Schatten. Die vom Zürichberg her kommenden Kaltluftströme können durch die Gebäudeorientierung von Nord nach Süd besser in die Zwischenräume gelangen.

Unversiegelter und nicht unterbauter Boden ist sehr wertvoll für das Stadtklima, da grosse Bäume und feuchter Boden am besten für kühlende Wirkung im Quartier sorgen. Förderlich hierzu ist die Reduktion unterirdischer Bauten. Daher der Vorschlag, die Tiefgarage zu reduzieren, eine autoarme Siedlung anzustreben und auf nachhaltige Mobilität (Fussgänger, Velo, eBike, Mobility, öffentlicher Verkehr) zu setzen.

Architektur

Materialien und Gebäudetechnik beeinflussen die Architektur. Um die Klimaziele zu erreichen, ist es zwingend, möglichst nachwachsende Materialien einzusetzen und auf Gebäudetechnik zu verzichten. Dadurch wird gleichzeitig für geringere Unterhaltskosten gesorgt. Wir schlagen Gebäudetypologien vor, welche eine gute natürliche Belichtung der Räume gewährleisten und eine gute natürliche Durchlüftung der Wohnungen ermöglichen.

Ausgehend vom Städtebau wird eine durchmischte Überbauung mit vier Gebäudetyoplogien vorgeschlagen. Als gemeinsame Sprache dient die nach aussen sichtbare Gebäudestruktur und unterschiedliche Füllungen, welche in Abhängigkeit zur jeweiligen Gebäudetypologie gestaltet ist.

Der Ausdruck der Fassaden widerspiegeln die unterschiedlichen Gebäudetypologien. Die hinterlüfteten Fassaden werden mit unterschiedlichen und leichten Materialien verkleidet. So kommen Faserzement, vorvergraute offene Schalungen (schallabsorbierend) und in wettergeschützten Situationen gestrichene Holzschalungen zum Einsatz. Die Tragstruktur als gemeinsames Element wird aussen ablesbar gestaltet.

Landschaftsarchitekt: Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH
Bauingenieur: Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG
HLKSE-Ingenieur: Amstein + Walthert AG
Visualisierungr: Yoshi Nagamine

Wohnüberbauung Hagmannareal, Winterthur

Projektstand: Realisiert

MFH Im Amt, Gutenswil

Projektstand: Realisiert

Sportzentrum Eselriet, Effretikon

Projektstand: Realisiert