weberbrunner architekten

Entwicklung Areal Lauématt, Möriken-Wildegg

Projektstand: Studienauftrag, 1. Rang

  • Auftraggeberin:  Alfred Müller AG
  • Studienauftrag:  2020, 1. Rang
  • Planung:  Gestaltungsplan 2020 - 2022
  • Status:  In Planung, mit BIM
  • Funktion:  Architekt
  • Konstruktion:  Holzbauweise
  • Nachhaltigkei:  Minergie

Die identitätsstiftenden Merkmale des Areals sind der Park mit der alten Industriellenvilla, die einfachen Industriebauten und dessen gassenartigen Zwischenräume sowie der hochliegende Kanal am östlichen Rand. Diese drei Merkmale bilden das Rückgrat des städtebaulichen Konzepts. Entlang einer inneren Achse, bestehend aus Strassen- und Platzräumen, reihen sich die Neu- und Altbauten auf. Dieser zentrale Bereich ist im Norden als Gewerbehof ausgebildet und im Süden die «urbane» Mitte der Wohnbauten. Im Westen schliesst der erweiterte Park das Areal ab und nach Osten wird das Gebiet durch den Kanal begrenzt. Die Neubauten orientieren sich in der Ausrichtung und der Grösse an den bestehenden Industriebauten. Dadurch entsteht nicht nur eine harmonische Etappierung sondern auch eine massstäbliche Differenzierung zu den Umgebungsbauten. Das Areal Lauématt soll trotz Umnutzung und Erweiterung auch weiterhin als Insel im Siedlungsgebiet erkennbar bleiben. Die unterschiedlichen Höhen der einzelnen Gebäude bringen nicht nur Licht in die Zwischenräume sondern auch Ausblicke in die Ferne.
Die Qualitäten der genannten Merkmale bestimmen die Eigenschaften der einzelnen Wohngebäude. Vier grosse Häuser mit spezifischen Eigenschaften ergänzen die alten Gewerbebauten. Lofthaus, Haus am Park, Hofhaus zum Kanal und das hohe Haus am Platz sind die Namen der neuen Gebäude. Es sind individuell konzipierte Wohnbauten die zu einem Ganzen zusammenfinden und keine Stereotypen die in additiver Anordnung zu einer Siedlung gruppiert werden. Der Park und die entlang des Hangs gelegenen Naturzonen sind wichtige Bestandteile der einzelnen Gebäude.
Die Individualität wird über eine einheitliche Logik des konstruktiven Aufbaus der Gebäude zusammengefasst. So wie der Stein und der Stahl als Konstruktionsmaterial für das 18. und 19. Jahrhundert standen, soll für das 21. Jahrhundert das Holz stehen.

Freiraumkonzept

Wohnen im Loft
Das kleinste Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Industrie- und Gewerbehaus. In der Massstäblichkeit wie auch in der Nutzung vermittelt es zwischen den Wohnbauten und dem Gewerbehaus. Im Stockwerkeigentum konzipiert, kann der Edelrohbau von der Käuferschaft individuell ausgebaut werden. Es sind sowohl grosszügige Wohnungen im «Loftstil» wie auch Wohnateliers möglich. Zugunsten einer maximalen Individualität sind die gemeinsamen Erschliessungsflächen minimal gehalten. Sowohl die Einheiten im Erdgeschoss wie auch die im Dachgeschoss haben einen Zugang zum Garten, respektive Dachgarten. Die mittleren Wohnungen verfügen über eine grosse Loggia.

Regelgeschoss

Fassade

Wohnen am Park
Ein Haus mit zwei unterschiedlichen Seiten. Der Zugang erfolgt von Osten über den inneren, lebendigen «Boulevard», die Aussicht und die Ruhe liegt im Westen zum Park. Das mittig im Gebäude liegende Treppenhaus erschliesst drei Wohnungen unterschieden Zuschnitts. Die grossen Wohnungen verfügen über einen langgezogenen Wohn-Essbereich, der über die ganze Tiefe des Grundrisses reicht. Bei den dreispännig organisierten Erschliessungen gibt es noch eine zum Park hin orientiert Kleinwohnung. Spezifisch an diesem Haus sind die individuellen Aussenräume die wie ein weiteres Zimmer im Aussenraum konzipiert sind. Die umlaufende Fassade schützt die Aussenbereiche vor der Witterung und ermöglicht dadurch eine höhere Aufenthaltsqualität.

Regelgeschoss

Grundriss 2.5-Zimmer Eigentum

Grundriss 3.5-Zimmer Eigentum

Grundriss 4.5-Zimmer Eigentum

Fassade

Wohnen im hohen Haus
In der Mitte des Areals steht das hohe Haus. Mit sechs Geschossen kein Hochhaus aber doch das höchste Haus des Areals. Das hohe Gebäude markiert das Zentrum nach aussen und generiert im Innern einen Schwerpunkt der Verortung. Die Zentrumsbildung wird durch die im Erdgeschoss befinden Gewerbeflächen unterstützt. Der im Osten liegende bestehende Gewerbebau verwebt sich mit dem Erdgeschoss des Neubaus und bildet eine Art «Gewerbe Cluster». Drei Treppenkerne erschliessen jeweils sechs Wohnungen pro Geschoss. Die schlanken Wohnungsgrundrisse spannen sich von Fassade zu Fassade. Auf beiden Seiten erweitern durchlaufende Loggias die Wohnung in den Aussenraum. Ab dem dritten Obergeschoss ist der Blick frei in die nähere Umgebung, auf der Ostseite sogar bis zum Schloss Wildegg.

Regelgeschoss

Grundriss 4.5-Zimmer Mietwohnung

Fassade

Wohnen am Kanal
Das zum Kanal hin ausgerichtete Winkelgebäude ist das gemeinschaftlichste aller Gebäude. Der Zugang zu den Wohnungen führt über einen gemeinsamen Hof mit umlaufenden Lauben. Die vertikalen Erschliessungen liegen im Aussenraum und erzeugen zusammen mit den Balkonen der einzelnen Wohnungen ein Bild der Gemeinschaft. Der Sanduhrenförmige Wohnraum gehört zu den spezifischen Merkmalen
dieses Hauses. Durch den Zuschnitt des Raumes ist es möglich, einen Teil der Fläche wahlweise als individuellen oder kollektiven Bereich zu nutzen. Diese Option ermöglicht es die Wohnungen auch mit einer hohen Personenbelegung zu nutzen. Auf dem Dach befinden sich gemeinschaftliche Pflanzgärten.

Regelgeschoss

Grundriss 2.5/3.5-Zimmer Mietwohnung

Grundriss 2.5-Zimmer Mietwohnung

Fassade

Fassade – Strassenseite

Landschaftsarchitektur: KuhnLandschaftsarchitekten gmbh
Visualisierung: Yoshi Nagamine

Wohnüberbauung Hagmannareal, Winterthur

Projektstand: Realisiert

Neustadt aus Holz, Wohnungsbau mit Gewerbeflächen sue&til, Winterthur-Neuhegi

Projektstand: Realisiert

Offene Rennbahn, Zürich-Oerlikon

Projektstand: Realisiert