weberbrunner architekten

Stadtplatz Schlieren, Schlieren

Projektstand: In Planung

  • Bauherrschaft:  Stadt Schlieren
  • Studienauftrag Zentrumsentwicklung:  2005, 1. Rang
  • Partizipatives Workshopverfahren:  2009
  • Vorprojekt:  2011
  • Überarbeitung Vorprojekt:  2014
  • Volksentscheid:  2016
  • Planung:  2016 – 2017
  • Realisierung:  2018
  • Projektstand:  In Planung
  • Funktion:  Architekt
  • Leistungsphasen:  100 % inkl. Bauleitung

Das Dach bzw. der Flügel befindet sich zwischen den beiden Disziplinen der Architektur und der skulpturalen Kunst: Es bedingen sich Form und Funktionalität gegenseitig, es handelt sich nicht um ein klassisches Dach mit Nutzungsanforderungen wie Regen-/Wind- und Wetterschutz. Das wichtigste Merkmal ist der im Bevölkerungsmitwirkungsverfahren ersehnte «Wow-Effekt» im Stadtzentrum: Der Flügel auf dem Stadtplatz bildet zusammen mit dem Wasserspiel, den Baumpolstern und Sitzkanten sowie dem nahen Stadtpark ein belebtes Stadtzentrum mit Charakter und Qualität. Der Flügel ist hierbei der Protagonist auf der Bühne des Zentrums. Der weitere Mehrwert für die Stadt und die Bevölkerung erschliesst sich auf den zweiten Blick. So können der Wochenmarkt oder saisonale Stände mit Blumen, Glühwein oder Marroni hier Platz finden und dem Stadtplatz ein belebtes Gesicht geben.
Der Flügel ist als zentrisch aufgebautes Rippentragwerk auf drei eingespannten Stützen konstruiert, welche mit der unteren Dachschale verschweisst sind. Diese ist Teil des Tragwerks. Geometrisch werden die Anforderungen der statisch relevanten Höhe am Stützenkopf mit der gestalterischen Absicht einer filigranen Gesamtwirkung verbunden: Die diagonalen Hauptträger sind zum Rand (zur Auskragung) konisch abnehmend ausformuliert. Jede polygonal viereckige Fläche wird in zwei dreieckige Ebenen aufgespannt. Dadurch erhält das Gesamttragwerk trotz grosser Spannweite eine filigrane Erscheinung.
Der Flügel ist als Gesamtobjekt mit einer einheitlichen Oberfläche und Farbe versehen. Dadurch entsteht ein allseitiges Farbspiel aus dunkleren und helleren Flächen im Licht und Schatten – dieses kehrt sich in der Tages- und Nachtperspektive um.
Die skulpturale Form ahmt die dynamische Bewegung des Kreisverkehrs wie ein Rotationsflügel nach und bietet einen allseitigen Perspektivwechsel in Form und Grösse. Die ganz eigene Faszination des Flügels besteht in den wesentlichen Merkmalen: eine streng logische und doch komplex wirkende Geometrie, eine enorme Gesamtspannweite auf drei Stützen bei einer präzisen Filigranität, eine unverkennbare Materialisierung als rötlich grundierter Stahlbau.

Landschaftsarchitektur: KuhnLandschaftsarchitekten GmbH
Bauingenieure: waltgalmarini AG
Bauphysik: BAKUS Bauphysik
Verkehrsplanung: asa Arbeitsgruppe für Siedlungsplanung und Architektur AG

Wohn- und Geschäftshaus Parkside, Schlieren

Projektstand: Realisiert

Stadthalle, Schlieren

Projektstand: Machbarkeitsstudie